Abteilung Nationales Datenmanagement
Die Aufgaben der Abteilung Nationales Datenmanagement schließen sich an die Phase der Datenerhebung (Feldarbeit) an. Nach der Erfassung der bearbeiteten Test- und Befragungsinstrumente stellt die Abteilung Nationales Datenmanagement im Ergebnis aufbereitete Datensätze für die wissenschaftlichen Leitung einer Studie zur Verfügung, die die Grundlage für weitergehende wissenschaftliche Analysen und Ergebnisberichte darstellen.
Im Einzelnen kann das Nationale Datenmanagement in folgende Bereiche aufgegliedert werden:
Logistische Aufbereitung der zurückgesandten Testmaterialien
Die eingehenden Pakete mit Testheften und Fragebögen werden zunächst einer Eingangskontrolle unterzogen. In einem zweiten Schritt wird der Inhalt der Testpakete per datenbankbasiertem Erfassungssystem auf Vollständigkeit überprüft. Hierbei erfolgt ein Abgleich zwischen gedruckten und zurückerhaltenen Instrumenten über ein Barcodeerkennungssystem. Neben einer ausführlichen Dokumentation des Rücklaufs werden z. B. fehlende Instrumente bei den Schulen oder externen Testleitern nachgeforscht. Am Ende der Logistik steht die Sortierung der Instrumente, um sie je nach Instrumententyp den weiteren Verarbeitungsschritten zuzuführen.
Datenerfassung
Die Datenerfassung beginnt mit der Erstellung von so genannten Codebooks, die die notwendigen Definitionen für eine Übersetzung von Schülerantworten in interpretierbare Zahlencodes enthalten. Je nach Instrumententyp oder Umfang kommen Verfahren der manuellen oder scannergestützten Erfassung in Frage.
So werden Fragebögen in geringer Auflage und Erhebungsdokumentation wie Schülerlisten und Testsitzungsprotokolle in erster Linie manuell erfasst. Hierfür werden Eingabemasken programmiert, die auch eine Transkription von offenen Angaben (z. B. Berufsangaben in Fragebögen) ermöglichen.
Die scannergestützte Datenerfassung erfolgt durch Hochleistungsscanner mit einer Tagesleistung von ca. 80.000 Blatt. Bearbeitete Testhefte und Fragebögen werden hierbei eingescannt und als Bilddateien gespeichert. Gleichzeitig werden auch Bildausschnitte der gescannten Seiten als Material für die so genannte Kodierung von offenen Antworten bereitgestellt.
Markierungen bei Multiple-Choice-Antwortfeldern werden anhand zuvor definierter Datenerfassungsmasken automatisiert erfasst und in auswertbare Daten bzw. Ziffern umgesetzt. Unplausible Antworten werden im Prozess der Datenerfassung identifiziert und ggf. manuell korrigiert (Verifizierung der Daten).
Datencleaning
Die aus der Datenerfassung übernommene Datenmatrix wird während des Datencleanings auf formale und inhaltliche Plausibilität überprüft. Unter formaler Plausibilitätsprüfung versteht man den Abgleich der erfassten Daten mit den gedruckten, zurückerhaltenen und gescannten Testheften und Fragebögen. Bei der inhaltlichen Plausibilitätsprüfung werden die Ausprägungen der einzelnen Variablen (d. h. die tatsächlich gegebenen Antworten auf Items bzw. Fragen) mit dem zuvor im Codebook definierten Wertebereich der möglichen Antworten verglichen. Alle Arbeitsschritte im Bereich des Datencleanings werden über Programme gesteuert. Am Ende des Datencleaningprozesses stehen aufbereitete SPSS- oder SAS-Systemdatensätze für die Auftraggeber.
Bildarchivierung
Das bei der Datenerfassung erstellte Bildmaterial wird in ein elektronisches Archivsystem überführt und ebenfalls der wissenschaftlichen Projektleitung zur Verfügung gestellt. Die nicht elektronisch erfassten Materialien werden ausgelagert und bis zum Abschluss des Projekts unter strikter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen aufbewahrt.
Kontakt
Jens Gomolka
IEA Data Processing and Research Center
Mexikoring 37
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Telefon: +49 40 48 500 602
Telefax: +49 40 48 500 501
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